BERLIN. Es gehört zu den Wahrzeichen der West-Berliner City, das Europa-Center am Breitscheidplatz, in unmittelbarer Nähe von Gedächtniskirche, Kudamm und Kaufhaus des Westens.
Zahlreiche Geschäfte, Restaurants, das Kabarett "Die Stachelschweine" sowie die Spielbank sind in dem 86 Meter hohen Gebäude beheimatet, das zu einem beliebten Treffpunkt für Touristen wie auch für die Berliner selbst geworden ist.
Seit dem 17. September ist das Europa-Center um eine Attraktion reicher. Im Untergeschoss, direkt neben den "Stachelschweinen", wurde ein "Bit-Stop" eröffnet. Es ist das zweite Bit-Stop in Deutschland. Das erste steht übrigens auf dem Flughafen Hahn im Hunsrück.
"Es wäre schön, wenn viele Besucher aus Rheinland-Pfalz wie auch Berliner hier einen Treffpunkt finden würden", meint Uli Gräfen, einer der beiden Betreiber der neuen Kneipe. Das neue Bit-Stop quasi als Nachfolger des traditionsreichen "Bit am Zoo", das der Abriss-Birne zum Opfer gefallen ist und früher für viele Berlin-Besucher eine beliebte Einkehrmöglichkeit in der Hauptstadt war.
Dessen Betreiber, der Wirt Ralf Melzer, erhielt von der Brauerei in der Eifel das Angebot, im Europa-Center eine neue Kneipe zu eröffnen. Da ihm dies allein zu groß erschien, suchte er einen Geschäftspartner und fand ihn in Uli Gräfen, den er seit über vier Jahren kennt.
Der Cochemer, seit vielen Jahren Mitarbeiter des | CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Rauen und seit dem Regierungs-Umzug im Abgeordnetenhaus in Berlin tätig, überlegte nicht lange und sagte zu. "Es ist für mich ein kleines, aber auch feines Standbein in Berlin", meint er. Das Risiko sei überschaubar. Fünf Jahre läuft der Vertrag zunächst, mit der Option auf weitere fünf Jahre.
Dabei setzt er auch auf Gäste aus Rheinland-Pfalz. Denn für Uli Gräfen soll das Bit-Stop durchaus zu einem neuen Treffpunkt für Menschen aus der Region werden, so wie früher das "Bit am Zoo". Dafür plant er Mailing-Aktionen, aber auch Werbung im Internet. Und auch Bilder von Cochem sollen einen Platz in der neuen Kneipe im Europa-Center finden.
Zu finden gibt es dort auch Cochemer Wein, in Berlin eine Seltenheit. Zwei Weine von der Mosel hat Uli Gräfen im Angebot, außerdem einen Riesling-Weinbrand.
"Das war mir sehr wichtig", betont Uli Gräfen. Eine Kneipe, die von einem Cochemer betrieben werde, aber keinen Moselwein habe, das ginge nicht, meint er schmunzelnd. Und setzte dies bei den Verhandlungen mit dem Bierverlag durch.
Knapp vier Wochen hat das neue Bit-Stop nun seine Pforten geöffnet. Und die Resonanz in der neuen Kneipe im Europa-Center war bisher gut. In Kürze werden auch Hinweisschilder im Eingangsbereich des Europa-Centers aufgestellt, damit die Besucher schnell den Weg finden zum neuen Treffpunkt für Biergenießer in der deutschen Hauptstadt. Dieter Junker |